New York · Saison & Events
Wenn die ersten Lichterketten leuchten und der Atem in der kalten Luft dampft, zeigt sich New York von seiner magischsten Seite. Die Wochen zwischen Thanksgiving und Neujahr sind die vielleicht stimmungsvollste Zeit des Jahres. Wir verraten dir, was du erleben solltest und wie du dich auf die Kälte vorbereitest.
Der Startschuss: Thanksgiving
Die Weihnachtssaison beginnt in New York traditionell mit Thanksgiving am vierten Donnerstag im November. An diesem Tag zieht die berühmte Parade eines großen Kaufhauses durch Manhattan, die seit 1924 stattfindet. Riesige Heliumballons in Form von Comicfiguren schweben zwischen den Hochhäusern, begleitet von Festwagen und Musikkapellen. Wer einen guten Platz an der Strecke möchte, muss früh aufstehen – sehr früh.
Ein Geheimtipp für den Vorabend: Am Tag vor Thanksgiving werden die Ballons in der Nähe des American Museum of Natural History aufgeblasen. Viele Familien schauen dabei zu.
Die großen Weihnachtsklassiker
Der Baum am Rockefeller Center
Der wohl berühmteste Weihnachtsbaum der Welt hat eine bescheidene Vorgeschichte: 1931, mitten in der Weltwirtschaftskrise, stellten Bauarbeiter auf der Baustelle des Rockefeller Centers einen kleinen Baum auf. Seit 1933 gibt es die offizielle Tradition. Meist handelt es sich um eine Fichte, die aus dem Umland gespendet wird. Die feierliche Beleuchtung findet in der Regel kurz nach Thanksgiving statt, der Baum leuchtet dann bis in den Januar hinein. Darunter liegt die berühmte Eisbahn, die seit 1936 Schlittschuhläufer anzieht.
Schaufenster auf der Fifth Avenue
Die großen Kaufhäuser an der Fifth Avenue und in Midtown liefern sich jedes Jahr einen Wettbewerb um die schönsten Weihnachtsschaufenster. Liebevoll gestaltete Szenen, bewegte Figuren und Lichtinstallationen locken Besucher aus aller Welt. Gegenüber dem Rockefeller Center verwandelt eine Lichtshow an der Fassade eines Kaufhauses die Abende in ein Spektakel.
Weihnachtsmärkte
Auch wenn die Märkte nicht ganz an deutsche Vorbilder heranreichen, haben sie ihren eigenen Charme. Im Bryant Park öffnet jeden Winter das Winter Village mit kleinen Ständen und einer Eisbahn – Öffnungszeiten und Bedingungen solltest du vorab online prüfen. Weitere beliebte Märkte gibt es am Union Square und am Columbus Circle.
Banana-Joe-Tipp: Fahr abends mit der Subway nach Brooklyn ins Viertel Dyker Heights. Die Bewohner schmücken ihre Häuser dort mit so üppigen Lichtinstallationen, dass ganze Straßenzüge zu einem leuchtenden Wunderland werden. Bitte respektvoll bleiben – es sind Privathäuser.
Shows, Musik und Silvester
Eine der traditionsreichsten Weihnachtsshows der Stadt läuft in der Radio City Music Hall: Seit den 1930er-Jahren tanzen dort die Rockettes in perfekter Synchronität. Auch das klassische Ballett „Der Nussknacker“ gehört für viele New Yorker zur Weihnachtszeit. Am Broadway laufen in dieser Zeit ebenfalls zahlreiche Shows – Tickets für die Feiertage solltest du allerdings früh sichern.
Den Abschluss bildet Silvester am Times Square. Um Mitternacht senkt sich der berühmte Ball, und Hunderttausende Menschen feiern auf den Straßen. Ehrlich gesagt: Wer dabei sein will, steht stundenlang in der Kälte, ohne Toiletten und ohne die Möglichkeit, den abgesperrten Bereich zwischendurch zu verlassen. Eine Alternative sind Silvesterpartys in Restaurants oder eines der Feuerwerke, etwa im Central Park oder im Prospect Park in Brooklyn.
Vorbereitung auf die Kälte
Der New Yorker Winter ist nicht zu unterschätzen. Die Temperaturen liegen oft um den Gefrierpunkt, manchmal auch deutlich darunter, und zwischen den Hochhäusern pfeift ein eisiger Wind. Schnee ist möglich, besonders im Januar und Februar.
- Zwiebelprinzip: In Geschäften, Museen und der Subway ist es oft sehr warm, draußen eiskalt. Mehrere Schichten, die du ablegen kannst, sind ideal.
- Wasserdichte Schuhe: An Straßenecken bilden sich bei Schneeschmelze große Matschpfützen.
- Mütze, Schal, Handschuhe: Touchscreen-Handschuhe sind praktisch, wenn du viel fotografierst.
- Indoor-Alternativen: Museen wie das Metropolitan Museum of Art oder das Museum of Modern Art sind perfekte Aufwärmstationen.
Die Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr sind besonders voll. Wer es ruhiger mag, reist Anfang Dezember oder genießt im Januar die winterliche Stadt mit weniger Trubel. Viele der Weihnachtshighlights rund um Midtown erlebst du auch auf unserer Tour Das Herz von Manhattan.
Auf einen Blick
- Beste Reisezeit: Anfang Dezember für Weihnachtsstimmung mit etwas weniger Andrang
- Thanksgiving-Parade: seit 1924, am vierten Donnerstag im November
- Rockefeller-Baum: offizielle Tradition seit 1933
- Temperaturen: oft um den Gefrierpunkt, mit Wind und gelegentlich Schnee
- Kleidung: Zwiebelprinzip und wasserdichte Schuhe
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