New York essen: Pizza, Bagel, Pastrami und Cheesecake

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New York · Essen & Trinken

New York ist eine Stadt, die man essen kann. Fast jedes Klassiker-Gericht erzählt die Geschichte einer Einwanderergruppe, die ihre Rezepte mitbrachte und daraus etwas ganz Eigenes machte. Wir stellen dir die vier großen Ikonen vor – und verraten, wie du sie richtig genießt.

New York Pizza: Dünn, groß und zum Falten

Italienische Einwanderer brachten die Pizza Ende des 19. Jahrhunderts nach New York. Als erste offizielle Pizzeria der USA gilt häufig ein Lokal in Little Italy, das 1905 eine Lizenz erhielt. Aus der neapolitanischen Pizza entwickelte sich schnell ein eigener Stil: größer, dünner, mit einem knusprigen und zugleich biegsamen Boden, der in Gasöfen gebacken wird.

Typisch ist die Slice, also ein großes Stück, das du direkt über die Theke kaufst. Die Profi-Technik: Das Stück der Länge nach falten, damit nichts herunterläuft, und dann im Gehen essen. Ganz klassisch ist die Plain Cheese Slice mit Tomatensauce und Mozzarella, beliebt ist auch die Pepperoni-Variante.

Was Pizza-Fans noch wissen sollten

  • Coal Oven Pizza: Einige historische Pizzerien backen noch im Kohleofen, was einen leicht rauchigen, knusprigen Rand ergibt.
  • Sicilian Slice: Eine dicke, rechteckige Variante aus dem Blech.
  • Die ewige Debatte: Manche schwören auf Brooklyn, andere auf Manhattan. Wir finden: Probieren ist besser als streiten.

Bagel: Gekocht, gebacken, geliebt

Der Bagel kam mit jüdischen Einwanderern aus Osteuropa nach New York, vor allem aus Polen. Das Besondere ist die Zubereitung: Der Teig wird erst kurz in Wasser gekocht und dann gebacken. Dadurch entsteht die glänzende, leicht zähe Kruste und das dichte, kauige Innere. Viele New Yorker behaupten, das Leitungswasser der Stadt sei das Geheimnis – bewiesen ist das allerdings nicht.

Klassisch wird der Bagel aufgeschnitten und mit Cream Cheese bestrichen, auf Englisch „schmear“ genannt. Die Luxusvariante ist der Bagel mit Lox, also hauchdünn geschnittenem Lachs, dazu Kapern, rote Zwiebeln und Tomate. Beliebte Sorten sind Plain, Sesame, Poppy Seed und vor allem Everything – mit einer Mischung aus Sesam, Mohn, Zwiebeln, Knoblauch und Salz.

Banana-Joe-Tipp: Frag nicht automatisch nach einem getoasteten Bagel. In vielen traditionellen Bagel-Läden gilt ein frischer Bagel als zu gut zum Toasten. Ist er allerdings vom Vortag, darfst du ruhig fragen.

Pastrami: Der Star des jüdischen Delis

Pastrami hat seine Wurzeln in Osteuropa und gelangte ebenfalls mit jüdischen Einwanderern nach New York. Das Rindfleisch, meist aus der Brust, wird gepökelt, mit einer Gewürzmischung aus Pfeffer und Koriander eingerieben, geräuchert und anschließend gedämpft. Das Ergebnis ist zart, saftig und intensiv im Geschmack.

Serviert wird Pastrami in New Yorker Delis traditionell auf Roggenbrot mit Senf – und zwar in Mengen, die einen Europäer erst einmal staunen lassen. Das berühmteste Deli der Stadt liegt auf der Lower East Side, wurde 1888 gegründet und durch eine Szene im Film „Harry und Sally“ weltbekannt. Dazu gehören saure Gurken, die traditionell mit auf den Tisch kommen, und vielleicht eine Matzeknödelsuppe als Vorspeise.

New York Cheesecake: Cremig und schwer

Käsekuchen kennt man auch in Deutschland, doch die New Yorker Variante ist anders. Statt Quark kommt Cream Cheese in die Masse, und der Boden besteht meist aus zerbröselten Keksen. Das Ergebnis ist dicht, cremig und reichhaltig. Ein bekanntes Restaurant in Brooklyn, das seit 1950 existiert, hat den Cheesecake in der ganzen Stadt berühmt gemacht. Klassisch wird er pur gegessen, manchmal mit Erdbeeren oder Kirschen obendrauf.

Und was noch?

Wer noch Hunger hat, kann sich auf weitere Klassiker stürzen: den Black and White Cookie mit seiner zweifarbigen Glasur, Hot Dogs mit Senf und Sauerkraut oder die Gerichte der Halal Food Carts an vielen Straßenecken. Spannend für deutsche Besucher: Der Hot Dog auf Coney Island wird oft mit dem deutschen Einwanderer Charles Feltman in Verbindung gebracht, der dort im 19. Jahrhundert Würstchen im Brötchen verkaufte. Viele dieser Klassiker findest du rund um Downtown – zum Beispiel auf unserer Downtown-Tour mit Chinatown und Little Italy.

Auf einen Blick

  • Beste Reisezeit: ganzjährig – Hunger hat keine Saison
  • Pizza: als Slice kaufen und der Länge nach falten
  • Bagel: mit Cream Cheese oder Lox, Sorte Everything probieren
  • Pastrami: auf Roggenbrot mit Senf in einem traditionellen Deli
  • Cheesecake: mit Cream Cheese statt Quark

Hungrig auf New York?

Entdecke die Viertel, in denen die Klassiker der New Yorker Küche entstanden sind – mit einem deutschsprachigen Guide. Alle unsere Touren findest du in der Übersicht.

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