Fort Lauderdale · Ausflug
Nur eine knappe Autostunde nördlich von Miami liegt eine Stadt, in der viele Menschen ihr Boot direkt vor der Haustür parken. Fort Lauderdale wird nicht umsonst das „Venedig Amerikas“ genannt: Ein riesiges Netz aus Kanälen durchzieht die Stadt. Dazu kommen ein entspannter Strand, eine charmante Flaniermeile und viel Geschichte.
Warum „Venedig Amerikas“?
Fort Lauderdale ist von Wasser durchzogen. Neben dem New River, der mitten durch die Innenstadt fließt, gibt es ein enormes Netz aus Kanälen, das zum großen Teil im 20. Jahrhundert angelegt wurde. Aus Sumpf- und Mangrovengebieten wurden Wohnviertel mit schmalen Landzungen, sogenannten „Fingerinseln“, an denen Häuser mit eigenem Bootsanleger stehen. Das Ergebnis: Viele Grundstücke grenzen direkt ans Wasser, und das Boot ist für viele Bewohner so selbstverständlich wie anderswo das Auto.
Kein Wunder also, dass sich Fort Lauderdale als eine der Hauptstädte des Yachtsports versteht. Hier liegen unzählige Yachten, es gibt Werften, Zulieferer und Marinas. Jedes Jahr im Herbst findet die Fort Lauderdale International Boat Show statt, eine der größten Bootsmessen der Welt. Termine bitte vorab online prüfen.
Las Olas Boulevard: Flanieren zwischen Stadt und Strand
Die bekannteste Straße der Stadt ist der Las Olas Boulevard. Er verbindet die Innenstadt mit dem Strand und führt dabei über mehrere Brücken und Inseln. Der Abschnitt in der Nähe von Downtown ist eine beliebte Flaniermeile mit Boutiquen, Galerien, Cafés und Restaurants unter Palmen. Abends sitzt man draußen, beobachtet das Treiben und genießt das milde Klima.
Weiter östlich überquert der Boulevard die Isles of Las Olas, eine Reihe von Wohninseln mit eleganten Häusern am Wasser, bevor er am Atlantik endet.
Riverwalk am New River
Entlang des New River zieht sich der Riverwalk, eine Uferpromenade durch das Zentrum. Hier kannst du spazieren, den vorbeifahrenden Booten zuschauen und dabei Parks, Kultureinrichtungen und Restaurants entdecken. Besonders schön ist es am späten Nachmittag, wenn das Licht über dem Wasser weich wird.
Geschichte am Fluss
Ihren Namen hat die Stadt von einer Reihe von Forts, die im 19. Jahrhundert während der Seminolenkriege errichtet wurden – benannt nach dem Offizier William Lauderdale. Eines der wichtigsten historischen Gebäude der Stadt ist das Stranahan House am New River. Frank Stranahan betrieb hier einen Handelsposten, an dem er mit Seminolen und Siedlern Handel trieb. Das Holzhaus aus der Zeit um 1900 gilt als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt und ist heute ein Museum.
Ein weiteres Highlight ist das Bonnet House, ein historisches Anwesen zwischen Strand und Wasserstraße mit üppigen Gärten, Kunst und einer besonderen Atmosphäre. Öffnungszeiten und Führungen bitte vorab online prüfen.
Banana-Joe-Tipp: Fort Lauderdale lässt sich am schönsten vom Wasser aus erleben. Wassertaxis und Ausflugsboote fahren auf dem New River und den Kanälen – so siehst du die Villen, Yachten und Brücken aus der Perspektive der Einheimischen.
Strand und Port Everglades
Der Strand von Fort Lauderdale ist breit, gepflegt und deutlich entspannter als South Beach in Miami. Entlang des Strandes verläuft eine Promenade mit einer markanten, geschwungenen Mauer, hinter der Restaurants, Bars und Hotels liegen. Viele Familien schätzen die ruhigere Atmosphäre.
Das war nicht immer so: Ab den 1950er-Jahren war Fort Lauderdale ein beliebtes Ziel für Studierende im Spring Break, nicht zuletzt durch den Film „Where the Boys Are“ von 1960. Heute ist das Publikum deutlich gemischter und die Stadt hat ein ruhigeres, gehobeneres Image.
Südlich des Strandes liegt Port Everglades, einer der großen Kreuzfahrthäfen der USA. Viele Reisende starten hier ihre Kreuzfahrt – ein guter Grund, vorher oder nachher einen Tag in der Stadt einzuplanen.
Was Fort Lauderdale ausmacht
- Kanäle und Wasserwege mit unzähligen Booten
- der Las Olas Boulevard zum Bummeln und Essen
- ein entspannter, breiter Strand
- historische Häuser wie Stranahan House und Bonnet House
- Yachtkultur und eine der größten Bootsmessen der Welt
Fort Lauderdale eignet sich perfekt als Tagesausflug ab Miami. Wer beide Städte kombinieren möchte, findet mit unserer VIP-Tour von Miami nach Fort Lauderdale mit Abholung eine bequeme Lösung. Weitere Ideen findest du in unserer Übersicht der deutschen Touren in Fort Lauderdale.
Auf einen Blick
- Lage: etwa 45 Kilometer nördlich von Miami
- Spitzname: „Venedig Amerikas“
- Highlights: Las Olas Boulevard, Riverwalk, Stranahan House, Bonnet House, Strand
- Bekannt für: Kanäle, Yachten, Boat Show, Port Everglades
- Beste Reisezeit: November bis April
Miami und Fort Lauderdale an einem Tag
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